Analytik
Die Überwachung des Kläranlagenbetriebs mit Zulauf, Vorklärung und Auslauf sowie Belebtschlamm- und Faulschlammkontrolle findet im Labor des ZAS statt.


Labor des ZAS


Bestimmung der relevanten Abwasser-parameter durch Küvettentests
Die täglichen Untersuchungen sind für die Kontrolle des Reinigungsablaufes unverzichtbar. Sie richten sich nach der Verordnung zur Eigenüberwachung von Abwasseranlagen. Es wird neben Nitrat, Nitrit, Ammonium und Phosphat auch der chemische und biologische Sauerstoffbedarf (CSB und BSB5) ermittelt. CSB und BSB5 sind Messwerte für den Sauerstoffverbrauch bei chemischen und biologischen Prozessen.

Zum Schutz des Seehamer Sees, in den das gereinigte Abwasser über den Mangfallüberleiter eingeleitet wird, sind der Stickstoff- und Phosphatabbau sehr wichtig. Zu hohe Werte führen zu Algenwachstum und dadurch zu Sauerstoffmangel (Eutrophierung), welches allerschlimmstenfalls ein Umkippen des Sees mit Fischsterben zur Folge haben könnte.


Präzisionswaage (mitte), Exikator (links) und
Ofen zur Probentrocknung im Abzugsschrank (rechts)


Mikroskop mit Bildschirm (links) und Labor-PC zur Eintragung der Analysenergebnisse
Um die biologischen Vorgänge im belebten Schlamm in den Belebungsbecken während der Abwasserreinigung verfolgen zu können, werden die Mikroorganismen mit Hilfe des Mikroskops bestimmt.

Mikroskopisches Bild von Belebtschlamm:
in der Mitte: Glockentierchen


Absetzverhalten der verschiedenen Wasserproben im Imhofftrichter aus Zulauf (links), Ablauf Vorklärbecken (mitte) und Ablauf Nachklärbecken (rechts)
Über die eigene IQS (interne Qualitätssicherung) und die AQS (analytische Qualitätssicherung) durch ein externes Labor erfolgt die ständige Überwachung, damit die eigenen Messergebnisse auch richtig und glaubhaft sind.

Auch der Faulungsprozess in den Faultürmen bedarf einer täglichen Überwachung. Es werden u. a. der organische und anorganische Anteil des Faulschlamms bestimmt. Trotz thermischer Verwertung muss der zu entsorgende Klärschlamm zu dem zweimal pro Jahr auf Schadstoffe, wie z.B. erhöhte Schwermetallkonzentrationen, untersucht werden. Dies wird jedoch von einem externen Labor übernommen.

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